Scrivener & Co.

Bis vor drei Jahren habe ich meine Texte mit Open Office geschrieben, woran an sich nichts auszusetzen war. Allerdings hatten meine selbst gebastelten Indexseiten, von denen aus ich auf die Dateien eines Projekts zugreifen konnte, einen Nachteil: Sie kosteten viel Zeit für »Wartungsarbeiten«, damit das System funktionierte. Und die waren oft ziemlich nervig.
Als ich von der Facebook-Gruppe »Schreiben mit Scrivener« hörte, war ich sofort dabei, um mehr über das Programm zu erfahren. Trotzdem wagte ich erst einen Versuch mit »Papyrus«, das den Vorteil einer Rechtschreib- und Stilkontrolle hat, und außerdem ein deutsches Programm ist, im Gegensatz zu Scrivener, das für den englischen Sprachraum entwickelt wurde. Ich schreibe schließlich auf Deutsch.
Nun. Die Beziehung war kurz. Nach einigen Stunden hatte ich die Nase voll von Papyrus. Stattdessen installierte ich die Scrivener-Demo, arbeitete mich in drei Tagen durch zwei Drittel des Tutorials und kaufte das Programm.
Bisher habe ich es nicht bereut. Diesen Text hier schreibe ich in einem Riesenprojekt, das u.a. Texte aus den letzten Jahrzehnten enthält, sämtliche Buchrezensionen, die Texte meines Blogs und meine Artikel zu Scrivener für »Scrivpost.de«. Ich synchronisiere mein Romanprojekt mit Aeon Timeline, damit ich den Überblick über 800 Jahre Vorgeschichte nicht verliere, und mache Skizzen mit Scapple.
Und ich bin immer noch in der Fb-Gruppe 🙂

(ganz unten noch einmal die Links zur Software, die ich benutze, und eine kurze Beschreibung)

Meine Artikel auf Scrivpost.de

SchreibfederDas originale Tutorial auf Deutsch zum Download, mit freundlicher Genehmigung von Literatur&Latte für Scrivpost übersetzt. Das Tutorial ist für die Windows-Version, aber ich habe mir sagen lassen, dass man es auch für die Mac-Version verwenden kann.

SchreibfederIst Scrivener das richtige Programm für mich?
In der Fb-Gruppe »Schreiben mit Scrivener« wurden die Mitglieder schon mehrmals danach gefragt, warum sie Scrivener gewählt haben. Manche User sind wahre Virtuosen, andere benutzen nur die Grundfunktionen, die meisten sind begeistert.
Warum?
Der Artikel behandelt die wichtigsten Grundfunktionen, und kann die Entscheidung für oder gegen das Programm erleichtern.

SchreibfederHow to: Dokumente exportieren
Du fährst in den Urlaub und wirst nur ein Gerät dabei haben, auf dem Scrivener nicht läuft – möchtest aber unbedingt an einem Kapitel oder an einzelnen Szenen weiterarbeiten, während du Palmen und Sonne genießt?
Kein Problem!
Du musst deine Dokumente nicht mühsam im »Doc«-Ordner deines Projekts zusammenklauben (dort haben sie nämlich nur Nummern) – du musst sie einfach nur exportieren.
Dieser Artikel ist für Mac-User inzwischen insofern obsolet, weil sie seit Sommer 2016 Scrivener für iOS auf iPad und iPhone nutzen können.

SchreibfederEpub-Kompilieren für Anfänger
Du hast deinen Text fertig und fragst dich: Wie in aller Welt kriege ich ihn jetzt aus Scrivener heraus? Dann kann dir dieser Artikel dabei möglicherweise helfen. Wie du mithilfe von Sigil »Contents« zu »Inhalt« machst, wird auch behandelt (ist allerdings nur für Windows-User wichtig).

SchreibfederOrganisationstipp: Sammlungen (Collections)
Wer hatte nicht schon einmal das Gefühl, es wäre sinnvoll und nützlich, wenn man die zu einem bestimmten Thema gehörenden Dokumente auf einen Klick hintereinander weg lesen könnte? Unabhängig davon, wie weit sie voneinander im Binder entfernt sind, und ohne sie einzeln manuell markieren zu müssen?
Als ich anfing, mit Scrivener zu arbeiten, bin ich großzügig über die »Sammlungen« hinweggegangen, weil ich nicht wirklich wusste, wozu ich sie benutzen sollte. Inzwischen gehören sie zu meinen wichtigsten Werkzeugen, um mir den Schreiballtag zu erleichtern.

SchreibfederFür Fortgeschrittene: Die Inspektor-Ansicht an einen Editor binden
Ist es dir auch schon mal passiert, dass du ein Dokument voller Lesezeichen-Anmerkungen hast, die du im geteilten Editor immer zugänglich haben möchtest, während du ein Dokument im anderen Editor bearbeitest – und dann ärgerst du dich jedes Mal, dass der Inspektor die Anzeige wechselt und die Lesezeichen verschwinden, sobald du in das andere Dokument klickst? Dafür gibt es eine ganz einfache Lösung.
Und sie ist auch tatsächlich nicht schwierig. Um zu verstehen, worum es in diesem Artikel geht, ist es allerdings nützlich, wenn man mit den Grundfunktionen von Scrivener bereits vertraut ist.

Alle meine Software

SchreibfederScrivener
Das für mich ultimative Schreibprogramm. Für Anfänger empfiehlt sich das mitgelieferte Tutorial, das es inzwischen auch auf Deutsch gibt. Aber im Prinzip gilt: Man kann sofort loslegen, ohne sich erst durch komplizierte Erläuterungen kämpfen zu müssen (es sei denn, man steht mit der elektronischen Welt generell auf Kriegsfuß). Scrivener wächst problemlos mit den Anforderungen und Bedürfnissen. Man muss nicht alles am ersten Tag wissen, um das Programm nutzen zu können.

SchreibfederSoftMaker Office Pro
Da die Korrektur von Scrivener nicht wirklich das gelbe vom Ei ist, benutze ich dafür SoftMaker Pro (Duden).

SchreibfederAeon Timeline
Mit Scrivener synchronisierbares Werkzeug, um damit zu plotten oder sonstige Zeitleisten in den Griff zu kriegen. Braucht ein bisschen Einarbeitungszeit. Auf der Webseite gibt es ein Manual, und wenn man sich mit der etwas umständlichen Bedienung der Seite arrangiert hat, ist da viel Info zu holen.

SchreibfederScapple
Eine Art virtueller Skizzenblock, bestens geeignet für das Anlegen einer Mind Map. Scapple hat nur wenige Funktionen, für die man im Grunde auch keine Anleitung braucht. Doppelklicken auf die leere Fläche erzeugt einen neuen Eintrag. Die Einträge können dann farblich voneinander unterschieden, herumgeschoben und kombiniert werden. Bilder kann man ebenfalls importieren. Einfach und nützlich.

SchreibfederSigil
Benötigt man im Prinzip nur dann, wenn man mit der Windows-Version von Scrivener arbeitet, die leider der Mac-Version in den Funktionen ein wenig hinterherhinkt. Wenn man eine Datei im Ebook-Format von Scrivener ausgeben lässt, steht über dem Inhaltsverzeichnis das englische »Contents«. Um das in »Inhalt« zu ändern, braucht man (z.B.) Sigil, das kostenlos und nach dem »Wysiwyg« Prinzip zu bedienen ist.
Es kann natürlich noch mehr, wie z.B. Dateien auf Fehler zu kontrollieren, was u.U. auch nützlich sein kann. Damit Sigil die Buchdatei öffnen kann, muss sie als *.epub gespeichert sein.