Statt eines Nachrufs ;)

Für mich war am 27. November nicht nur der NaNoWriMo beendet, sondern auch der Roman, an dem ich seit eineinhalb Jahren arbeite. Und beides stimmt mich wehmütig. Das Ende des Schreibmonats, weil ich in dieser Zeit mit befreitem Gewissen alles außer Arbeit und Schreiben ignorieren konnte, das Ende des Romans, weil ich den täglichen Besuch am Ort des Geschehens vermisse.

Am 28. habe ich mich gleich wieder an den PC gesetzt, und die Timeline (Aeon) aufdatiert und Zusammenfassungen geschrieben, obwohl »der Plan« eigentlich vorsah, mal etwas ganz anderes zu tun.

Am 29. habe ich mich mit dem umfangreichen Exposé befasst (eher ein »Script«).
Es hat mir beim Planen gute Dienste geleistet, aber in seiner derzeitigen Form enthält es Ungenauigkeiten, die ich auf den neuesten Stand bringen möchte.
Sollte nicht so schwierig sein.
Dachte ich.

Vom 30.11. bis zum 1. Dezember fiel ich in ein schwarzes Loch, weil mir die ganze Story plötzlich vorkam wie eine zusammenhanglose Anhäufung von Worten.
Hätte ich mein Manuskript auf Papier getippt, wäre es vermutlich nach einer in Weltuntergangsstimmung geleerten Flasche Wein im Ofen gelandet.

Am 2. Dezember war ich schon wieder so einigermaßen in der Lage, das Exposé mit dem im November Geschriebenen abzugleichen, und mir fiel auf, wie »trockenschwimmartig« meine Ideen waren, und wie sie erst durch das tägliche Schreiben dynamisch und »echt« wurden.

Am 3. Dezember habe ich mich zum ersten Mal seit Mitte Oktober nicht mit dem Roman befasst, und stattdessen acht Stunden lang »Dishonored« gespielt.
Offensichtlich hatte ich das ausgeprägte Bedürfnis, mal nicht zu denken.
Aber gleich mache ich weiter.
Ich bin mit dem Exposé noch nicht durch.

Fazit
Für mich war es der erste NaNoWriMo, und es war auch das erste Mal, dass ich über einen so langen Zeitraum konsequent jeden Tag geschrieben habe (also keine Recherche zwischendurch, kein Planen, und auch so gut wie kein Redigieren der Texte vom Vortag).

Es ging an die Substanz, sich nach der Arbeit nur eine kurze Pause zu gönnen und anschließend von 17-22 Uhr zu schreiben, und an manchen Abenden waren meine Methoden, mich von der einen Welt in die andere zu befördern, nicht wirklich gesundheitsfördernd.

Aber es hat funktioniert, auch wenn ich im Nachhinein gemerkt habe, wie anstrengend es gewesen ist.
Der Vorrat an Tütensuppen ist aufgebraucht.
Der Roman harrt der Bearbeitung.
Manche Szenen – gebe ich unbescheiden zu – gefallen mir tatsächlich richtig gut, obwohl ich mich nur undeutlich daran erinnern kann, sie überhaupt geschrieben zu haben.

Yay! 🙂

Kommentieren

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s