Zwischenbilanz

Ich werde heute Nachmittag, also einen Tag eher als nötig, die »Halbzeitlinie« überschreiten.
Teil 2 der Geschichte ist gestern fertig geworden, mit einer Szene, vor der ich mich sicher noch ein paar weitere Wochen gedrückt hätte, wenn der »NaNoWriMo« nicht dafür sorgen würde, dass ich mich jeden Tag zum Schreiben hinsetze, und dabei laut Statistik im Schnitt 1,755 Worte produziere.

Gestern habe ich drei Stunden für 1021 Worte gebraucht. Erotik ist so gar nicht mein Ding, wie ich auch nicht viel für Liebesgeschichten im Allgemeinen übrig habe, die auf den romantischen Nerv zielen. In diesem Sinne war der gesamte 2. Teil eine Herausforderung, die seichten Klippen zu umschiffen, und ich habe mich davor gegruselt, seit mir klar wurde, dass die Geschichte nicht funktionieren wird, wenn ich hier nicht tiefer tauche.
Ob es gelungen ist, wird die Überarbeitung zeigen.

Das Weltgeschehen rauscht derzeit relativ unbemerkt an mir vorbei. Ich komme nicht einmal dazu, Nachrichten zu sehen. An den Tagen, an denen ich arbeiten muss, schreibe ich ab ca. 17.00 Uhr, und bin dann häufig erst nach 21.00 Uhr fertig. Zwischendurch schaue ich in der Fb-Gruppe vorbei. Gelegentlich sehe ich mir die Anzahl Worte meiner »Buddies« auf der »NaNoWriMo«-Seite an.

Manche haben mordsmäßig losgelegt, und dann erst einmal ein paar Tage Pause gemacht.
Manche haben angefangen, festgestellt, dass sie täglich schreiben können, das Experiment für gelungen erklärt, und wieder aufgehört.
Andere schreiben regelmäßig, so wie ich, und haben bisher in etwa auch die gleiche Wortzahl geschafft.

Es ist allgemein viel von Stolz und Begeisterung die Rede, wenn man einen guten Tag hatte, oder »Wegmarken« hinter sich lassen konnte. Und manchmal braucht jemand ein paar Streicheleinheiten, weil einfach überhaupt nichts läuft.
Selbst wenn man keine Zeit hat, sich in der Gruppe übermäßig zu engagieren, ist da eine schöne Gemeinschaft von Gleichgesinnten entstanden, die durchaus auch motiviert, sich nicht hängen zu lassen.

Was mich an mir selbst überrascht, ist die Tatsache, dass mich auch die »NaNo«-Statistik bei der Stange hält.
Es fühlt sich professionell an, sich jeden Tag an die Geschichte zu begeben, selbst wenn man absolut keine Lust hat und sich tausend andere Dinge vorstellen könnte, die man lieber tun würde (zum Beispiel an der zweiten Runde von Deus Ex: Human Revolution weiterzuspielen).

Na komm, denke ich, ein paar Sätze schaffst du auf jeden Fall.
Und dann tröpfelt es so vor sich hin, bis ich endlich »drin« bin, und irgendwann höre ich auf, ziemlich überrascht, wie weit ich noch gekommen bin.

Inzwischen befasse ich mich sogar mit der Idee, bis zum nächsten November einen Roman vorzuplanen, den ich dann 2017 tatsächlich von Anfang an schreiben werde.

Mit anderen Worten: Ich bin bekehrt 🙂 »NaNoWriMo« ist toll.

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