„Und wenn du einfach unter einem Männernamen schreibst?“

Tja, wie soll ich sagen. Von dem Virus, das, was Männer schreiben, irgendwie ernster zu nehmen, bin ich erst seit den Zeiten des Selfpublishing befreit 🙂 Vermutlich sind wir alle einfach nur die Opfer von Marketingstrategien die auf Annahmen aus den 50ern beruhen …

Zoë Beck

Gerade ging wieder durch die Presse, dass eine Frau ihr Manuskript unter männlichem Pseudonym einreichte und sehr viel positivere Rückmeldungen bekam als unter ihrem echten Namen/Geschlecht.

Seitdem schreiben mir erstaunlich viele Menschen, ob ich das denn selbst schon mal ausprobiert hätte. Oder ob ich das denn nicht mal machen möchte. Außerdem: Ein männliches Pseudonym würde doch viel besser zu meinen Büchern passen, nein?

Ich bekomme seit Jahren gesagt, ich würde zu „unweiblich“ schreiben. Zu kühl, zu sachlich, die Figuren seien nichts, womit sich Frauen identifizieren könnten. (Gesellschafts-)politische Hintergründe würden gerade das weibliche Lesepublikum überfordern bzw. abschrecken. Als Frau wolle man beim Lesen abschalten und sich nicht mit Problemen auseinandersetzen. Einige Männer, mit denen ich beruflich zu tun hatte, rieten mir zu „ansprechenderen“ Fotos, zu einem „weiblicheren“ Auftreten, einer „zugänglicheren“ Attitüde (ich sei “zu spröde für die Branche”), nicht zuletzt auch zu Themen, mit denen ich mich „besser auskenne“. Letzteres traf…

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