3 Tage Selfpublisher-Wachkoma


 Tag 1: wohin damit?

Mir kommen plötzlich Zweifel, ob ich mit meinem winzigen Krümel von einer Geschichte beim Moloch Amazon wirklich gut aufgehoben bin. Also erst einmal sämtliche Anbieter von Diensten für Selfpublisher ansehen …

Tja. Wirklich gefallen haben mir von 27 Anbietern nur 3, nämlich Beam, BoD und epubli. Der Rest wartet entweder mit teuren Veröffentlichungspaketen auf, oder der Stil der Seite sagt mir nicht zu, oder ich hatte die Nase voll, nach den Infos für SPler zu suchen …

Und am Ende entscheide ich mich dann doch für Amazon. Einschließlich Flatrate und Ausleihmöglichkeit.

Tag 2: Cover-Wahnsinn

E-Mail Konversation mit dem Scott Polar Research Insitute in Cambridge. Das Bild, das so gut zur zweiten Story gepasst hätte, kann ich leider doch nicht verwenden. Sie würden mir nicht erlauben, den „Union Jack“ wegzuschneiden.
Was für ein Glück, dass ich der Angabe „gemeinfrei“ auf Wikipedia nicht so ohne Weiteres geglaubt habe …

Also: Suche nach einem neuen Motiv.

Coverbild Damaskus 12

Ein letztes Mal mit dem Format hadern: Ich habe die Nase voll von meinen eigenen Zweifeln und entscheide mich endgültig, auf Thomas Rabensteins Tipp zu vertrauen. Punkt. Aber ich werde eine „leichtere“ Ausgabe des Covers ins Buch stellen.

Bei der Arbeit mit dem neuen Motiv an Cover 2 fällt mir auf, dass auch Cover 1 noch etwas letzten Schliff gebrauchen könnte.
Ich vertüdele mich beim Speichern der Jpg´s aus den Masterdateien, und muss den ganzen Kram noch mal machen …

Wenn ich so weiter mache, krieg´ ich von dem ganzen Kaffee noch ´ne Herzattacke.

Tag 3: Upload

Eine Seite im Manuskript entfernt, die überflüssig war. Stellte nach dem Ausgeben fest, dass ich doch noch etwas vergessen habe. Wieder ausgeben. Noch einmal mit dem Kindle kontrollieren … Ich will unbedingt beide Storys fertig haben, auch wenn ich erst einmal nur die eine hochladen möchte.

Irgendwann endlich fertig.
Jetzt gibt´s keine Entschuldigung mehr.

Und dann die Anmeldeprozedur bei Amazon, über der ich auch etwas länger als die versprochenen „5 Minuten“ gebrütet habe:
Soll ich es wagen, die Story unter „Serie“ einzuordnen? Reißt mir nicht jemand den Kopf ab, weil´s keine durchgehende Story ist?
Aber eine Serie ist es trotzdem … also gut. Aber der Titel? Ist das jetzt so richtig?

Mir schlottern die ganze Zeit irgendwie die Knie, und ich wünschte, es würde mir jemand über die Schulter auf den Bildschirm zeigen und sagen: Da, da und da!

Und irgendwann war ich dann tatsächlich fertig, und es blieb nur noch übrig, den Laptop zuzuklappen, ein Glas Wein zu kippen und mich damit zu trösten, dass zumindest meine Erstlektorin Astrid Rösel von der Geschichte durchaus angetan war.

Das war´s: Das 3. Jahrtausend: Damaskus 12 ist online.

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